Berichte:
06.+07.08.2011 Damensattelkurs
An zwei Tagen brachte Pfarrer von Dietze (Nieder-Moos) in Kooperation mit Anette Christen auf deren Reitanlage in Flieden einigen Interessierten Damen die Grundlagen über das Reiten im Damensattel bei. So wurde zunächst das Augenmerk auf das korrekten satteln gelegt. Danach folgte die Einweisung über das richtige aufsteigen mit Hilfe eines Kavaliers. Was für einigen Spaß sorgte.
In dem kurzweilig gehaltenen Kurs wurde wieder sehr deutlich, dass die Schenkel- und Gewichtshilfen die wichtigsten Hilfen der Reiterei sind.
Nach dem die Schulpferde korrekt gesattelt waren, wurden nach einer kurzen Mittagspause die ersten Reiterinnen zum reiten eingeteilt. Vor allem der Umgang mit der Gerte, welche das rechte Bein ersetzt, und somit absolut korrekt eingesetzt werden muss, musste ausgiebig geübt werden.
Für die eingesetzten Schulpferde, war es danach kein Problem mehr auf das rechte Bein der Reiterin zu verzichten. Sie bewegten sich in aller Gelassenheit mit ihren Reiterinnen im Schritt durch die Bahn und nach kurzer Zeit konnten auch die ersten Versuche im Trab unternommen werden.
Am 2. Tag wurde das bis dahin erlernte nochmals vertieft und beim Reiten konnten neben den ersten Galopprunden auch die ein oder andere Lektion in den Seitengängen geübt werden.
Es war wie auch schon in der Vergangenheit auf Lehrgängen mit Pfarrer von Dietze sehr kurzweilig und sehr lehrreich.
Das Resümee der Teilnehmerinnen: Wann folgt der nächste Lehrgang? Dieser ist in Absprache mit Pfarrer von Dietze schon in kürze ebenfalls hier geplant, hierfür stehen neben guten Rahmenbedingungen auch gutes und geeignetes Pferdematerial zur Verfügung.
28.08.2010 Hipporama in Dieburg
Die Trabrennbahn in Dieburg war eine prima Kulisse für die Hipporama. Das vielfältige Programm rund um die Pferderassen, die Reit- und Fahrweisen, wurde ergänzt durch Hundesportvorführungen und vielfältige Ausstellungs- und Verkaufstände. Ein Programm was für jeden Pferde- und Hundesportler etwas zu bieten hatte. Da war es nicht sehr verwunderlich das die beiden Reitplätze immer von einer großen Zahl Zuschaer umringt waren, welche den einzelnen Programmpunkten folgten.
Natürlich wollten auch wir wieder einmal am aktiven geschehen teilnehmen und meldeten für das Turnier in den Westerndisziplinen Cattelpenning und Ranchsorting. Trotz der in den vergangeen Zeit sehr schwierigen Trainingsbedingungen,nämlich gar keine. wollten wir das Turnier als Training nehmen. So waren die Abreitebedingeungen für unsere Pferde durch den Dauerregen der vergangene Tage mehr als schlecht und auch die Rinder machten uns das Leben nicht leicht.
Dennoch waren wir mit unserem Ergebnis recht zu frieden. Immerhin gelang es uns die Rinder in das Pen zu bringen. Leider einmal mit dem Pech das der Rest der Herde der Meinung war der einzelnen Kuh zu folgen. Die hatte sogleich den No Time -Erfolg für Anette in der Klasse Open, was gleichzeitig bedeutete das sie keine Chance mehr gegen ihre hochkarätige Konkurrenz hatte.
Bei Bernd lief dann alles etwas besser und er konnte gleich mit seinem Pferd "Doc Tom Grizzly" die Klasse "Limited Open" gewinnen. Und auch mit seinem 2. Pferd "Pep N Tari" gelang es ihm sich auf den zweiten Platz vor seine Konkurrenz zu schieben.
Damit ist er Hessenmeister und Vizehessenmeister 2010 in der Klasse Cattlepenning Limited Open. Herzlichen Glückwunsch.
Ebenfalls zufrieden konnten wir bei dem hochkarätigen Teilnehmerfeld in der Klasse Ranch Sorting sein. So gelang es uns bei mehr als 40 Teams auf dem 4. Platz zu kommen.
26.06.2010 Therapeutisches Reiten
Anlässlich eines Infotages zum Thema Therapeutisches Reiten wurden Patienten, Ärzte und Therapeuten eingeladen um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Pferdes als Helfer im Heilungs- und Linderungsprozess verschiedener Krankheitsbilder aufzuzeigen.
Unter Leitung von Pfarrer von Dietze aus Nieder-Moos, welcher der Mitbegründer des Kuratoriums für Therapeutisches Reiten ist und der Trainerin Anette Christen wurde einer großen Zahl Interessierter Zuschauer ein Einblick in die vielfältige Therapiearbeit gewährt.
Sicherlich haben schon viele von den erfolgreichen Therapien mit Pferden, Delphinen oder anderen Behandlungs-Ansätzen mit Haustieren gehört – vom den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und deren Auswirkung im Therapeutischen Reiten wissen bisher erst wenige. Dabei liegt es nahe, denn das Reiten als Sport und Hobby ist weit verbreitet. Das Pferd hat den Menschen die ganze Kulturgeschichte hindurch begleitet und über den eigentlichen Nutzen als Transportmittel, Kriegswaffe oder Arbeitshelfer in der Landwirtschaft hinaus haben Mensch und Pferd immer auch eine besondere Beziehung zueinander entwickelt. Beim therapeutischen Reiten wird dieses besondere Verhältnis genutzt. Bei Therapiezielen wie z.B. seelische und körperliche Beschwerden lindern, vorbeugen, harmonisieren, neue Lebensfreude empfinden, die Persönlichkeit entwickeln, Vertrauen in sich und andere stärken – werden mittlerweile Erfolge erzielt, die auch wissenschaftlich belegt sind.
Das Therapeutische Reiten untergliedert sich in drei Teilbereiche: die Hippotherapie, das Heilpädagogische Reiten/Voltigieren und schließlich den Behindertensport,
In der Hippotherapie wird das Pferd als Helfer für die Krankengymnastik mit Erfolg eingesetzt, welche mit einem „Toten“ Trainingsgegenstand nicht erzielt werden können. Ärzte und Therapeuten nutzen die ausgleichende Wirkung des „rhythmisch bewegt werdens“ beim Reiten und setzen diese bei diversen Krankheitsbildern und Beschwerden ein. Diese Therapieform eignet sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Aus der Hippotherapie entwickelte sich das Heilpädagogische Reiten/Voltigieren, was vornehmlich in der Pädagogik, der Psychologie und Bereichen der Psychiatrie Anwendung findet. So kann hier das Pferd nicht nur bei körperlichen Krankheiten sondern auch bei seelischen Schäden in der Therapie eingesetzt werden, Auch die Entwicklung bei körperlich und geistig behinderten Kindern kann gefördert, soziale Entwicklung und psychische Erkrankungen lassen sich günstig beeinflussen. Hierfür ausgebildete Pädagogen und Heilpädagogen können mit Hilfe des Pferdes sehr erfolgreich arbeiten. Was das Pferd zu einen oft unentbehrlicher Helfer in der Heilpädagogik macht.
Im Behindertensport schließlich, dem dritten Segment des Therapeutischen Reitens, können die Pferde dem Behinderten beim Reiten oder Fahren wieder neue, ungehinderte „Bewegungsfreiheit“ verschaffen.
Menschen mit einem Handicap können mit Hilfe des Pferdes an sportlichen Übungen und auch Wettkämpfen teilnehmen. Für fehlende oder nicht gebrauchsfähige Gliedmaßen gibt es verschiedene Hilfsmittel, die das korrekte Einwirken des Reiters auf das Pferd gestatten. Damit ist es möglich dass diesen Sport Behinderte und nicht Behinderte gemeinsam ausüben können, was sonst eher selten der Fall ist.
So ist das Reiten auch bei den Paralympischen Spielen anerkannt und eingesetzt. Viele unserer deutschen Reiter nutzten die dazu in den vergangenen Jahren in Nieder-Moos entwickelten Hilfsmittel und haben damit auch mehrere Olympische Medaillen gewonnen. Jetzt sollen diese Hilfsmittel in Flieden wieder eingesetzt und darüber hinaus auch individuell weiterentwickelt werden.
Zum Abschluss der Veranstaltung bestand für die Teilnehmer noch die Möglichkeit das bis dahin erläuterte selber auf dem Pferderücken zu erspüren und erste Kontakte zu dem Partner Pferd aufzubauen. Tatkräftige Unterstützung fanden von Dietze und Christen hierzu bei der in Nieder-Moos in der Hippotherapie ausgebildeten Krankengymnastin Ingrid Vancovic aus Heidelberg.
07.05.2010 Ehemaliges Reiterregiment traf sich zum letzen Mal in Nieder-Moos
Der Gottesdienst und die Gedächtnisfeier am Kriegerdenkmal für die Gefallenen beider Weltkriege in Nieder-Moos standen im Zeichen des Abschiednehmens. Pfarrer i.R. Gottfried von Dietze und seine Kameraden der ersten Kavalleriedivision, der späteren 24. Panzerdivision, gedachten nicht nur der gefallenen Kameraden, sondern verabschiedeten sich auch offiziell von der Tradition des jährlichen Regimentstreffens in Nieder-Moos.
22.04.2010 Girl´s Day, Berufe rund ums Pferd
Mädchen schnuppern Stallluft.
Mädchen und Pferde-eigentlich nichts Außergewöhnliches: aber 15 auf einen Streich hatten schon einen besonderen Anlaß. Der Girl´s Day 2010 bot Ihnen die Gelegenheit, sich intensiv über alle Berufsformen rund ums Pferd zu informieren. Auf der Reitanlage Manfred Kress in Flieden führte die Reitschulenbetreiberin und Trainerin Anette Christen die Mädchen an die vielfältigen Berufe wie Pferdewirt, Pferdewirtschaftsmeiter, Hufschmied etc. heran. So zeigten sich die Mädchen sehr erstaunt wie viele weitere Berufszweige und Ausbildungsmöglichkeiten es rund um das Pferd gibt. Auch auf die einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten und die dazugehörigen schulischen Voraussetzungen wurde eingegangen. Nach viel theoretischem Wissen gab es praktische Pferdekunde an den Schulpferden und zum Abschlussnoch eine Kutschfahrt durch das schöne Fliedetal.

